#52 Vom Aha-Moment zum ungewöhnlichsten Team der Welt
Shownotes
Was passiert, wenn ein einziger Aha-Moment dazu führt, ein ganzes System neu zu denken?
In dieser Folge von FemVisible Talk spreche ich mit Julia Rohde und Klaus Boche von agriBIOME über eine Geschäftsidee, die dort ansetzt, wo Gesundheit beginnt: im Boden.
Julia kommt ursprünglich aus der Medizin. Die Erfahrung, dass Menschen aufgrund von Antibiotikaresistenzen an eigentlich behandelbaren Infektionen sterben, wurde für sie zum Wendepunkt. Statt weiter nur am Ende der Kette anzusetzen, wollte sie verstehen, wie sich Gesundheit früher und nachhaltiger beeinflussen lässt.
Gemeinsam mit Klaus, der aus der Unternehmensberatung und Transformation kommt, gründete sie agriBIOME. Ihr Ziel: Landwirtschaft gesünder, natürlicher und gleichzeitig wirtschaftlich skalierbar zu machen.
Dabei setzt das Unternehmen auf ein außergewöhnliches Team: Regenwürmer. Mit ihrer Hilfe entstehen Mikrobiome, die Böden verbessern, Pflanzen widerstandsfähiger machen und die Gesundheit von Tieren fördern können.
Wir sprechen darüber,
■ wie aus einem persönlichen Aha-Moment eine unternehmerische Mission wurde, ■ warum Innovation oft nicht am Produkt, sondern an bestehenden Strukturen scheitert, ■ wie natürliche Lösungen industriell skalierbar werden können, ■ was es bedeutet, vom Berater zum Unternehmer zu werden, ■ und warum Veränderung für manche Angst bedeutet – und für andere Stillstand.
Eine Folge über Unternehmertum, Wirksamkeit und die Frage, wie aus einer ungewöhnlichen Idee ein Geschäftsmodell mit echtem Veränderungspotenzial entsteht.
𝗭𝘂 𝗝𝘂𝗹𝗶𝗮, 𝗖𝗹𝗮𝘂𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗔𝗴𝗿𝗶𝗕𝗶𝗼𝗺𝗲 📌 LinkedIn Julia Katrin Rohde: https://www.linkedin.com/in/katrinrohde/ 📌 LinkedIn Claus A. Boche: https://www.linkedin.com/in/cboche/ 📌 Web: https://www.agribiome.de/
𝗭𝘂 𝗙𝗲𝗺𝗩𝗶𝘀𝗶𝗯𝗹𝗲 & 𝗞𝗲𝗿𝘀𝘁𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗲𝗳𝗲𝗹𝗯𝗲𝗶𝗻: FemVisible macht Frauen und ihre Ideen sichtbar – mit einer Plattform, einem Netzwerk und diesem Podcast. Der Podcast wird gehostet von Kerstin Schiefelbein, Initiatorin von FemVisible.
📌 Website: http://femvisible.de 📌 Instagram: @femvisible 📌 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kerstinschiefelbein
Transkript anzeigen
00:00:09: Herzlich Willkommen zu Visible Talk.
00:00:12: Ich bin Kerstin Schiefelbein und heute sind Julia Rode und Klaus Boche von Agribiome zu Gast.
00:00:18: Was
00:00:18: passiert, wenn ein einziger Aha-Moment dazu führt, ein ganzes System neu zu denken?
00:00:24: Genau darüber sprechen wir heute über Innovation Unternehmertum Und die wohl ungewöhnlichsten Mitarbeiter der Welt Auf die Plätze sichtbar
00:00:35: los!
00:00:56: Heute sind Julia Rode und Klaus Boche von Agribiome, meine Gäste.
00:01:01: Hallo zusammen!
00:01:02: –
00:01:03: Hallo.
00:01:03: – Hallo!
00:01:06: Ihr beiden, bevor wir hören was ihr Spannendes macht wollen wir natürlich auch erstmal euch ein bisschen kennenlernen Und etwas über euren Aha-Effekt
00:01:16: oder Eure
00:01:16: Aha-Moment hören, den es vielleicht in eurem Leben gab.
00:01:20: Der was verändert hat der euch vielleicht auch dahin gebracht habt wo ihr heute seid.
00:01:24: legt doch einfach mal los.
00:01:25: Was gibt's da über euch zu erzählen?
00:01:27: Wer möchte gerne anfangen?
00:01:30: Ja dann fange ich an.
00:01:32: Ich bin ursprünglich ja aus der Medizin und hab dort sehr lange mit Patienten gearbeitet Mit vielen kranken Menschen und das war für mich immer sehr erfüllend.
00:01:43: Und mein Aha-Moment war eigentlich der Moment, wo Menschen gestorben sind, die nicht behandelbar waren.
00:01:53: Einfach weil sie sich in Finger geschnitten haben.
00:01:55: und das war für mich der Moment... ...der sehr viel verändert hat in meinem Leben und der halt auch meine Denkweise sehr verändert hat und der dann mich in viele Dinge gebracht hat, wo ich heute bin und auch meinen Denken sehr, sehr umstrukturiert hatte muss ich
00:02:10: sagen.
00:02:10: Das ist mit auf jeden Fall Makabe oder sehr, sehr einschneidend.
00:02:19: Umso neugieriger sind wir jetzt natürlich was du machst aber davor wollen wir natürlich auch nochmal ganz kurz Klaus hören.
00:02:27: Ja mein Aha-Moment ist in meiner beruflichen Laufbahn der Weg gewesen von einem erarbeitenden dienstleistenden denkenden Berater hin zu einem Unternehmer und jemandem Daran glaubt das Veränderung Gutes und Veränderungen ganz vielen Bereichen notwendig ist.
00:02:46: Und da gab es eben Momente, wo ich festgestellt habe Ich kann nichts verändern weil ich selber nicht in der Lage bin.
00:02:53: Ja, ich glaube an Veränderungs- und positive Verändererung.
00:02:57: ja und diese Wirksamkeit die wollte ich gerne erlangen und deswegen bin ich den Wechsel gegangen vom Berater zum Unternehmer und zu jemanden der für uns alle in der Gesundheit von uns Menschen von Tieren tatsächlich etwas verändern will.
00:03:11: Das ist sozusagen der Knackpunkt gewesen, der für mich einen ganz großen Meinstein dargestellt hat.
00:03:19: Wir hören schon ihr beschäftigt euch intensiv mit Gesundheit von uns Menschen aber vor allen Dingen geht ihr das ganze Thema sozusagen an der Wurzel an im wahrsten Sinne des Wortes erzählt euch und stellt euch einmal vor wer Ihr seid, welchen Weg ihr vielleicht auch gegangen seid?
00:03:38: Welchen beruflichen Weg und vor allen Dingen was Aggreviom ist.
00:03:43: Ja also dann fangen auch ich wieder an.
00:03:45: Ich bin ja wie gesagt Julia Also du hast mich ja schon vorgestellt ein bisschen Und ich bin ursprünglich von Hause aus biomedical engineer.
00:03:55: also das war der erste Beruf den ich hatte und habe dort Kunstherzen implantiert also sprich jemand der sehr krank ist der ein sehr krankes Herz hat kommt entweder ein Support oder ein komplettes mechanisches Herz eingesetzt, um einfach länger zu leben oder auf einen Spenderherz warten zu können.
00:04:16: Und das sind wie ich ja schon vorher gesagt habe oft sehr kranke Menschen und mehr und mehr waren das auch Menschen die zum Beispiel Antibiotika-Resistenzen haben also sprich Menschen, die eine Infektion bekommen.
00:04:30: Und das kann durch einen Schnitt in den Finger passieren und wo kein Antibiotikum mehr hilft.
00:04:36: Das ist eben nicht nur in Ländern wie jetzt, wie man es oft hört zum Beispiel Indien so, wo einfach über maß an Antibiatika genutzt wird sondern auch in unseren Breitengraden und das liegt oft begründet in der Landwirtschaft.
00:04:52: So ist es halt für mich jetzt der Punkt gewesen aus dem OP in die Landwirtschaft zu gehen.
00:04:59: Und dort etwas zu verändern und zwar genau in diesen Bereichen, nämlich da wo man sich gesund ernähren kann.
00:05:05: Und bei uns im Unternehmen bin ich auch genau für diese Strategien zuständig.
00:05:09: aber dann nehme ich jetzt nicht so viel vorweg weil Klaus ist ja auch mit dran.
00:05:13: Ja, genau.
00:05:14: Das alles bin ich wirklich von der anderen Seite sozusagen.
00:05:19: Ich bin von der Ausbildung selber Wirtschaftsinformatiker und Industrie-Elektroniker.
00:05:22: Da fängt man sich natürlich erstmal was hat das alles damit zu tun?
00:05:26: Naja, das sind Grundkompetenzen die ich Gott sei Dank heute einsetzen kann für unsere Firma.
00:05:31: Für unser Unternehmen.
00:05:33: Ich habe aber zunächst bei dem klassischen Weg gemacht.
00:05:35: also ich hab nach Studiumausbildung erst mal wirklich aus Unternehmensberater gearbeitet sehr international viel gereist viele Konzerne und große Unternehmen gearbeitet in Veränderungsprojekten ja und habe damals Wissen weiter aufgebaut.
00:05:49: Und dann kam irgendwann der Punkt den ich schon erwähnt hatte Die Wirksamkeit von Veränderungen hat sich in der Praxis eben da oft als, ja sehr eingeschränkt dargestellt.
00:05:59: Also das was man eigentlich alles vorhatte ist dann nicht so richtig ans Fliegen gekommen.
00:06:03: die Ideen waren gut, die Konzepte waren richtig.
00:06:06: aber es gibt so einen schönen Spruch den ich auch immer wieder mal benutze.
00:06:10: So Restrukturierung verändert Organigrammetransformation verändert Verhalten und Verhaltensveränderung ist etwas was mir sehr am Herzen liegt und dass ist tatsächlich nachhaltige Veränderungen.
00:06:21: Ich habe über die Reise mehr oder weniger durch Zufall eben von diesem ganzen Thema, was Julia gerade erwähnt hat.
00:06:27: Also das Thema Landwirtschaft... Was hat das eigentlich auch mit dem Mikrobiom zu tun?
00:06:30: Wo wir sicherlich gleich noch dazukommen.
00:06:33: Das habe ich nach und nach mitbekommen gelernt und es hat mich sofort fasziniert weil das sozusagen ganz viele Dinge an der Wurzel im wahrsten Sinne erklärt, weil da geht's auch um Wurzeln.
00:06:45: Ja spannend, erstens dass ihr aus zwei so verschiedenen Richtungen auf einen Thema blickt.
00:06:50: Das ist ja immer auch in Gründungsteams sehr wertvoll und auch einfach interessant zu sehen wo man landen kann mit welchem Background.
00:07:02: Danke für den Einblick an der Stelle.
00:07:04: wir kommen glaube ich auf das Thema Transformation gleich nochmal zu sprechen.
00:07:08: Ich glaube, aber jetzt sind alle neugierig geworden.
00:07:11: Was macht ihr jeden Tag?
00:07:12: oder mit Acrebium?
00:07:14: Was ist das für eine Firma?
00:07:15: Was hat es mit den Wurzeln auf sich und habt ja einen Bauernhof?
00:07:20: oder um was geht's hier eigentlich?
00:07:23: Also ich gebe zu...ich hätte gerne einen, aber ich kriege keinen.
00:07:26: Alles heißt immer jemand muss mich um die Tiere kümmern wenn wir weg sind.
00:07:29: Okay!
00:07:30: Also irgendwann werde ich ein Bauernhof haben ganz sicher.
00:07:33: Okay damit hätten wir schon mal geklärt.
00:07:34: Ein Bauern Hof ist es nicht.
00:07:35: Aber was
00:07:36: ist dann?
00:07:38: Ich weiß aber, dass es was mit Tieren zu tun hat.
00:07:40: um einen kleinen
00:07:40: Spoiler zu machen.
00:07:42: Unsere besten Mitarbeiter und unsere wichtigsten Mitarbeiter sind Regenwürmer.
00:07:47: Und zwar geht es darum, dass wenn man sich unsere Natur anschaut der Regenwurf eine extreme wichtige Rolle spielt.
00:07:55: Denn er ist dafür verantwortlich das der Boden und damit auch die Tiere, die mit diesem Boden in Kontakt kommen sei's durch Wühlen, sei es durch das Fressen der Würmer oder auch durch das fressen die auf den Würmern wachsen, also da wo die Würmer leben, wachsen eben entsprechend gesund sind.
00:08:13: Und der Wurm ist am Ende der Dreh- und Angelpunkt.
00:08:16: Warum?
00:08:17: Weil er dafür sorgt dass der Boden mit Mikrobiomen angereichert wird dadurch das er zum Beispiel alte Blätter verdaut, dadurch dass er bestimmte Dinge frisst und das wieder in den Boden abgibt.
00:08:31: Und wenn man sich das so anschaut, wie die Natur sich selber regeneriert dann passiert das alles komplett über diesen Regenwurm.
00:08:39: Das ist eben auch die Grundidee was wir tun.
00:08:42: Wir nutzen die Würmer als Plattform also als sogenannten Vektor heißt es bei uns und diese Würmer
00:08:50: tragen
00:08:51: dann die Mikrobiome die wir wiederum benutzen um sowohl die Pflanzen gesünder und resilienter zu machen als auch den Boden besser zu machen.
00:09:00: Also das heißt wie vor dem Pflanzen zum Beispiel, aber auch direkt beim Pflanzen und natürlich auch für die Tiere also gerade in der Zucht für Essen, also wir sprechen da auch über Massentierhaltung.
00:09:15: Die ist nun mal da, das müssen wir einfach mal so sagen.
00:09:19: Auch da kann man sehr viel verbessern nicht nur für uns sondern auch die Tiere indem man eben diese Mikrobiome zukommen lässt und das ist eigentlich im Großen und Ganzen das was wir machen.
00:09:32: Da gibt es ganz viele unterschiedliche Produkte zu gar keine Frage aber am Ende ist immer der Regenbord Genau,
00:09:38: also nicht der Regenwurm ist das Produkt.
00:09:40: Das ist sozusagen unser Mitarbeiter wie sie erklärt hat und ich glaube was man vielleicht noch direkt ergänzen kann, ist dass es bei uns um das gesamte Mikrobiom rund um Wurm-und-Boden geht und nicht um ein ganz spezifisches Bakterium oder so.
00:09:57: Also die ganzen Produkte, die man kennt auch aus den letzten Jahren, Preon Probiota sehr viele Themen haben da ja auch eine neue Aufmerksamkeit bekommen, auch recht Unterscheiden wir quasi nicht einzelne Mikroben oder Bakterien, sondern wir reden über die gesamte Kultur, die ein gesunder Boden und durch den Ring, wo ein produzierten Gesunderboden enthält.
00:10:19: Und das ist eigentlich das Kernrezept an der Stelle.
00:10:22: Das gilt genau in der Wirksamkeit für das was Julia gerade sagte, sowohl für Pflanzen als auch für Wurzeln, für den Stoffwechsel, den die Pflanze über die Wurzel im Boden damit bekommen kann, also auch für Tiere über ihren Verdauungsdruckt.
00:10:37: Da hängt ja alles zusammen.
00:10:39: Das ist das Spannende, es hängt alles zusammen und das ist glaube ich auch zum Kernerkenntnis.
00:10:45: Da muss ich jetzt nochmal rückfragen bin nur noch nicht sicher ob alle die uns zu hören diesen komplexen Vorgang sozusagen verstanden hat.
00:10:52: also ich fasse mal zusammen ihr habt sehr viele Regenwürmer in eurer Firma und diese Regenwirme
00:11:01: produzieren
00:11:03: Ein Produkt, das ihr an die Landwirtschaft verkauft als Düngermitte.
00:11:08: Richtig?
00:11:09: Fast!
00:11:12: Die Regenwürmer tun was sie immer tun.
00:11:14: Sie fressen sich durch die Erde und dabei verstoffwechseln sie und verbrauchen sie dass was in der Erde ist und scheiden denn das was sie sozusagen verdorrt haben will da aus.
00:11:22: also wie das nun mal so normalerweise funktioniert Im Regenwurm selber lebt das Mikrobiom und ist um den Wurm herum.
00:11:29: Und der scheidet das in die Erde aus, dort wächst und gedeiht es weiter.
00:11:32: Das heißt, dass der Regenwurf, den Substrat ... Wir nennen das wenn der Wurm drin gelebt hat, Wärmikompost.
00:11:38: Das ist also der Kompost wo ein Wurm dran war von Wurmen.
00:11:42: Dieser ist angereichert mit dem gesunden Mikrobiomen, das wir nutzen wollen.
00:11:48: Also das sind sofern bis hierhin korrekt.
00:11:50: Jetzt ist die Frage.
00:11:51: Da habe
00:11:52: ich noch kurz eine Frage, bevor du weitermassen hast.
00:11:54: Hat jeder Regenwurm ein gesundes Biom?
00:11:58: Oder macht ihr die gesund oder habt ihr nur gesunde Würme?
00:12:02: Oder ist es per se so?
00:12:04: Ich muss es noch etwas anders beantworten.
00:12:05: also alle Würmer haben das in etwa aber mit einem Wurm funktioniert es so wie es bei uns funktionieren soll.
00:12:11: Also dass Mikro-Würm was wir erzeugen wollen kommt aus einer bestimmten aus seinen bestimmten Bereichen den Erdschichten nämlich den oberen Und es über viele, viele Jahre Forschung.
00:12:21: Es gibt hunderte von Wormspecies.
00:12:24: Das macht man sich auch gar nicht so richtig bewusst.
00:12:26: Das berührt die meisten Menschen auch nicht.
00:12:28: Aber es ist tatsächlich der europäische Riesenrotform beziehungsweise den Drobena Veneta via auf Lateinisch heißt oder ein Asenia Hortensis das wäre dann auch so'n synonymal lateinischer Name.
00:12:38: also für alle dies googeln wollen.
00:12:39: Das ist die Species mit der dass funktioniert nämlich das Mikrobiom zu erzeugend was wir brauchen.
00:12:46: Und wenn man den selber mal sehen möchte, braucht man nur in den Garten gehen.
00:12:50: Wenn es regnet und ein gesunder Garten hat genau diese Regenwürmer in der oberen Schicht.
00:12:56: Das sind die Würmer, die rauskommen, wenn's regnet, wie gesagt, wenn der Garten sehr gesund ist auch sehr viel sieht.
00:13:03: also bitte, bitte lasst sie im Garten.
00:13:05: Die sind ja gut.
00:13:07: Es ist hervorragend, wenn ihr die habt!
00:13:09: Es gibt ja Vögel, die wir mal jagen wie Amseln Ja, und die Trippeln dafür mit den Füßen auf dem Boden.
00:13:15: Und simulieren damit Regentropfen, die auf dem Woden fallen.
00:13:17: Die Römer werden von angelockt und kommen nach oben.
00:13:19: Der Wurm kann vom Vogel gepickt werden.
00:13:22: Das sind die Römern.
00:13:24: Okay, verstanden!
00:13:26: D.h.,
00:13:27: die Regenwürmer sind dann aktiv bei euch im Regenwirmerstall?
00:13:34: Was macht ihr mit dem, was die Regengürmer für euch produzieren?
00:13:39: Ja, also im Regenwürmer Stall auch da.
00:13:41: Das kann man sich so vorstellen die Leben da ja nicht einfach nur das wäre so schön einfach sondern sie werden dort so gezüchtet dass Sie zum Beispiel denken ist es immer Frühling.
00:13:54: Also das heißt, Sie haben immer eine bestimmte Temperatur.
00:13:57: Immer einen bestimmten pH-Wert in der Erde.
00:14:00: Immer ein bestimmter Wasserhaushalt.
00:14:03: Warum ist das wichtig?
00:14:04: Weil die Würmer entsprechende Mikrobiome tragen, die zum Beispiel Jungpflanzen und Jungtiere brauchen.
00:14:10: Und wann wachsen Jungpflanzen im Frühling?
00:14:12: Wann kommen normalerweise Tiere auf die Welt im Frühlings?
00:14:16: Das heißt, die Würme müssen immer denken hey ich habe Frühling damit sie genau diese Mikrobiom bilden, die wir brauchen.
00:14:23: Das ist natürlich das erste, was wir dort tun mit den Würmern.
00:14:26: Das zweite ist Was werden daraus für Produkte?
00:14:30: Klaus hat schon gesagt die Würmer selber produzieren diese Mikrobiome Und was wir daraus herstellen können sind Liquids, also das heißt Flüssigkeiten die entsprechend bei der Aussaat mit aufgebracht werden.
00:14:46: Das ist eine Art von Dünger aber eben nicht wie ein normaler Düngern funktioniert den muss ich ja immer wieder aufbringen sondern es ist wirklich eine einmalige Gabe oder in Form von Gelkapseln die zum Beispiel das Saatgut direkt umschließen.
00:15:00: Das heißt schon beider Aussaat genug Mikrobiome an dem Saatgut sind und bei Tieren, die fressen unsere Würmer tatsächlich dann am Ende.
00:15:11: Wenn die Würmer alt genug sind werden diese wiederum an Tiere verfüttert was aber bedeutet dass die Tiere extrem artgerecht gehalten werden können.
00:15:20: also ein normales Huhn würde kein Korn picken sondern ein normaleres Huhn ist sein allesfresser.
00:15:26: aktuell bekommt es nur Korn und in dem Moment wo's halt auch mal einen Wurm bekommt.
00:15:33: Es ist eben nicht nur so, dass es die ganzen Mikrobiome bekommt um einen gesunden Darm zu bekommen sondern auch wirklich artgerecht getriggert wird und zwar das es anfängt zu suchen.
00:15:42: Das ist rumläuft.
00:15:44: Und das passiert eigentlich gar nicht mehr in der kommerziellen Tierhaltung für Essen und man kennt das von sich selber also Darmgesundheit.
00:15:53: Viele kennen vielleicht das Buch damit Charme, wer es nicht kennt sollt es lesen.
00:15:57: Da geht's nämlich um Darm-Mikrobiome und die wir haben hat auch jedes Tier.
00:16:01: Und was wir essen endet am Ende bei uns im Darm und was unser Essen eben nicht hat wird auch nicht bei uns beim Darm ankommen.
00:16:10: Deswegen ist es so wichtig dass das was wir Essen auch gute Mikrobioma
00:16:13: hat.
00:16:15: Das heißt ihr... Er beliefert dann die Landwirtschaft, also Landwirte oder landwirtögliche Betriebe mit diesen von dir gerade genannten Produkten.
00:16:26: Ob als Futtermittel oder als Saatgut oder angereichertes Saat-Gut selber nicht aber diese Anreicherung und damit werden dann gesündere Lebensmittel für uns Menschen entstehen richtig?
00:16:43: Oder beziehungsweise können diese Mikrobiome jetzt an unsere Nahrungsmittel weitergegeben werden?
00:16:51: Genau, also der Effekt geht in zwei Richtungen.
00:16:53: Das eine ist dass das... Jetzt reden wir vom Produkt, weil wir über Nahrung sprechen aber das Tier an sich als Produkt ist gesünder, weil der Effekte auf das Immunsystem ist, dass weniger Krankheiten entstehen.
00:17:04: und
00:17:06: das ist so der eine Aspekt, der andere Aspekt bei dem Getreide oder bei Nutzpflanzen ist, dem Vernahrungsmittel der Pflanze, also Mineralien und andere Stoffe die im Boden eben sind.
00:17:20: Es sind hauptsächlich dann Mineralie, die da eine große Rolle spielen, dass sie besser aufgenommen werden können über das Mikrobium.
00:17:25: Das ist mit wie bei uns im Darm sozusagen ein Transportmittel einen Konvertierer an den Wurzel der Pflanzen.
00:17:32: Das heißt, die Tiere in Pflanzen nutzen das was sie als Futter bekommen besser um gesund zu wachsen.
00:17:39: Das heisst er.
00:17:40: Anwender von dem Produkt hat auch einen höheren Ertrag durch das Zufügen des Mikrovirms.
00:17:48: Der zweite Aspekt der Nützlichkeit ist, dass ich Dinge weglassen kann, die heute angewendet werden.
00:17:53: Das sprechen wir über Chemie und Fungizide und Pestizide.
00:17:57: Da sprechen wir bei den Tieren über Antibiotika und andere Medizin, die sehr häufig proaktiv gegeben wird einfach als Prävention, um direkt von vorne rein zu verhindern, dass Krankheiten ausbrechen Und Antibiotika und andere Medikamente, die im Fleisch und in den Tieren dann sind, die kriegt man da auch nicht wieder raus.
00:18:15: Die essen wir am Ende.
00:18:17: Okay gut ich glaube jetzt haben wir verstanden um was es geht?
00:18:23: Nicht ganz trivial finde ich zumindest.
00:18:26: aber danke für den Einblick!
00:18:29: Was mich jetzt trotzdem brennend interessiert wie seid ihr von euren Jobs ausgehend darauf gekommen In der Landwirtschaft sozusagen tätig zu werden.
00:18:39: Wie kommt man dahin und wie seid ihr auf die Regenwürmer gekommen?
00:18:43: Also wart ihr da am Regentag im Garten, dachtet hallo liebe Würme was könnt ihr eigentlich für uns tun oder wir mit euch zusammenarbeiten?
00:18:50: also... wie kam es dazu?
00:18:56: Also ich habe ja am Anfang schon von meinem Ahar-Moment gesprochen und der war ein sehr, sehr großer Auslöser.
00:19:05: Der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat dass man woanders ansetzen muss.
00:19:08: Und zwar im Anfang der Kette und nicht irgendwie am Ende.
00:19:11: also wenn ich immer am Ende weiter versuche Dinge zu lösen die am Anfang schief laufen renne ich immer nur hinterher.
00:19:18: Das war für mich der erste Punkt um mich umzuorientieren was das angeht.
00:19:24: Dann kam ein Konzern zu uns und hat mit mir darüber gesprochen, ob ich Lust hätte in einen anderen Bereich zu wechseln.
00:19:33: Und am Anfang habe ich gedacht, nein, Landwirtschaft hatte ich nie was mit zu tun bis ich mir angehört habe worum es ging nämlich genau darum wie kann ich Landwirtschaft nachhaltig verändern?
00:19:47: Die Grundidee entstand da dass eine Person die Also er ist Großvater geworden und es war klar, dass das Kind was er bekommt also das enkel Kind, dass es nicht auf einem natürlichen Weg geboren werden kann.
00:20:01: Sondern dass es ein Kaiserteutel sein wird.
00:20:03: Und hat sich dann überlegt, was muss ich denn alles tun damit dieses Kind trotzdem gesund ist?
00:20:09: Weil man weiß ja wenn es nicht durch den Geburtskanal geht, dann muss man später eventuell.
00:20:15: Also hat man andere Krankheiten, es schluckt nicht das Typische.
00:20:20: Es bekommt nicht mit den entsprechenden auch Experimenten in Berührung.
00:20:23: also ist das Immunsystem bildet sich schwächer aus.
00:20:26: und da entstand dann die Idee wenn wir das doch bei uns Menschen alles schon so können warum nutzen wir das denn dann nicht in der Landwirtschaft wo wir jeden Tag genau damit zu tun haben, nämlich wir optimieren, optimieren und das ist nicht mehr natürlich.
00:20:41: Und wie kriege ich dieses gesamte Optimierte zurück?
00:20:45: Dass es diesem Natürlichen widerspricht.
00:20:48: So kam dann die Idee dass der Regenwurm als solcher eben der Hauptbeitragende ist dafür, dass wir ein gesundes Ökosystem haben.
00:20:58: Dann ging natürlich alle Studien los mit welchem Wurm geht das?
00:21:01: usw.,
00:21:01: aber das war die Grundidee tatsächlich.
00:21:06: Interessant.
00:21:08: Und wie werdet ihr von der Landwirtschaft oder von den landwirtschaftlichen Betrieben und Experten, die es dort gibt aufgenommen oder wahrgenommen?
00:21:16: Da gibt's ja dann doch manchmal Berührungsängste wenn man nicht auf der Bubble kommt.
00:21:21: Wie muss ich mir das so bei euch vorstellen?
00:21:27: Also das Feedback was wir quasi aus dem ersten Moment, wenn das Verständnis da ist für das Produkt und was es machen soll bekommen ist überaus positiv.
00:21:35: Ja, weil ich glaube das Verständnis ist an allen Stellen dafür da, dass das logisch und sinnvoll ist.
00:21:41: Also da erzählen wir auch den Leuten ja ganz oft nichts Neues.
00:21:46: Der Punkt ist nur, dass es keine industriellen Lösungen oder Antworten dafür heute gibt und das ist ein Thema der Industrie.
00:21:53: und dann kommen wir genau zu dem Punkt.
00:21:56: Es ist relativ schwierig mit der Regulatorik, der Gesetzgebung und auch mit den ganzen Standards die wir in den Märkten in Deutschland oder Europa vor allen Dingen haben ein innovatives Produkt wie unseres selber mit eigener Kraft in dem Markt zu kriegen.
00:22:12: Warum?
00:22:13: Weil achtzig Prozent der Landwirtschaft sowohl im Bereich des Feldbaus aber auch in der Massentierhaltung eben über industrielle Großstrukturen geprägt sind das heißt über Integratoren Für die, die Landwirte am Ende arbeiten.
00:22:28: Die von denen aber auch... ...die von den Integratoren, aber auch alle Standards und auch alle Zwischenprodukte geliefert bekommen.
00:22:33: Also die bekommen die Tiere, die bekommen Prozesse, die kommen die Futtermittel,... ...die bekommen die Standards, sie bekommen alles sozusagen vorgegeben und haben da sehr viel Entscheidungsfreiheiten nicht mehr.
00:22:44: Das muss dann nach dem Standardrezept sozusagen abgespult werden.
00:22:48: Haben dafür eine klare Kalkulierbarkeit also eine Abnahmegarantie, auch eine entsprechende Folgebeauftragung garanti weil die Verträge bei vielen Jahren auf.
00:22:56: So, jetzt kommen wir mit einer tollen Idee und so geht es auch anderen.
00:22:59: Das ist kein Problem was wir haben sondern das ist eine Herausforderung die alle trifft in dem Bereich Veränderungen oder Innovation einbringen möchten.
00:23:06: Die kommen dann mit einer tollen Idee rein und sagen wollen wir das nicht mal machen?
00:23:10: Dann findet man erstmal relativ viel Offenheit dafür das Mal zu testen.
00:23:16: Mit mal Testen kommt dann oft raus dass es auch gut.
00:23:18: ja das wäre ja schlecht wenn wir da nichts an tauben würden und wenn das nicht auch Belege zeigen würde.
00:23:23: also unsere Daten rein und Studien, und Versuche die wir machen durften.
00:23:27: Und wo wir Daten aufgenommen haben belegen das was wir behaupten dass es nämlich auch einen positiven finanziellen Effekt für die Anwender hat und zwar von der ersten Anwendung an.
00:23:37: dann spricht er vom sogenannten ROI ja der Return of Invest.
00:23:41: Das heißt ich setze das Produkt ein zum Kosten Punkt X und ein Vielfaches dieses x bekomme ich beim ersten mal schon wieder Raussatzgewinnen.
00:23:48: Das heisst ist noch nicht meine Investition.
00:23:50: trotzdem kommt man nicht rein in die Fläche weil diese Standards festgesetzt sind und die erst über viele, viele Jahre.
00:23:56: Über Versuche, über Qualitätskontrollen, über die Veterinäre, ganz viele Stationen sich so weit bewahrheiten und validieren müssen bis das zu den neuen Standards wiederum gehört.
00:24:08: Das ist ein Brett was meines Erachtens ein kleines Start-up oder Team keinesfalls bohren kann.
00:24:14: also es dauert mehrere Jahre und kostet echtliche Millionen bis man dadurch ist dass es wie eine Zulassung von einem neuen Medikament.
00:24:19: so kann man das fast vergleichen Nicht ganz so groß, aber aus unserer Perspektive ein Riesenberg.
00:24:27: Und jetzt muss man dazu ergänzen dass die Branche also jeder der typisch über Landwirtschaft redet, der sieht den Landwirt auf seinem Traktor wieder übers Feld fährt und kriegt er relativ wenig mit aus dieser Reise.
00:24:45: Wenn man einmal in der Branche ist stellt man fest das es eine der innovativsten Branchen ist die dies gibt.
00:24:50: Also da passiert unfassbar viel, denn wir werden ja immer mehr Menschen auf immer weniger Platz die immer mehr essen wollen.
00:24:57: Das heißt diese Branche mit dieser sogenannten Ernährungssicherheit um dafür zu sorgen dass wir alle weiterhin genug zu Essen haben trotz Klimawandel trotz allem ist unfassbar wissbegierig, probiert super gerne aus.
00:25:13: Ist hoch innovativ.
00:25:16: Landwirte sind in dieser Komplexität zu Hause wenn man mit den Menschen spricht das ist der Wahnsinn.
00:25:22: also was die auch wissen und wie sie damit umgehen und so langsam wenn man dann diese Netzwerke baut mit eben den entsprechenden Integratoren bekommt man Erlaubnis mit diesen Landwirten zu arbeiten.
00:25:38: Aber wie Klaus schon gesagt hat, es ist gerade in Europa aufgrund der Regulatorikstrukturen und eben dieser ganzen Großintegratoren Strukturen sehr schwierig wirklich breit in die Fläche zu kommen.
00:25:52: Also da bleibt es bei eher den Early Adopters also bei denen wir sehr früh ausprobieren und denen dann sagen okay ich folge dem, das sind andere Regionen anders.
00:26:02: Das ist korrekt, also darum das noch mal zu betonen.
00:26:06: Das Verständnis und die Neugier ist da, das können wir nur immer wieder bestätigen und in den Köpfen haben wir keine Widerstände mehr, haben ein großes System was die Industrie trägt, was an der Stelle die Geschwindigkeit einer solchen Veränderung nicht immer ganz einfach macht.
00:26:21: Also das ist halt einfach der Punkt.
00:26:24: ja deswegen geht hier nicht doch um das zu basten.
00:26:27: Die Industrie ist aus guten Gründen so geworden.
00:26:30: Aber jetzt kommen wir zu Turning Points.
00:26:31: Das heißt, wir wollen es nachhaltiger und gesunder.
00:26:33: Wir wollen es mit weniger Chemie oder Medikamenten.
00:26:36: Trotzdem soll der Output steigen, weil wir mehr Produkte brauchen – das ist ein Widerspruch!
00:26:41: Auch das andere Denken heißt ganz oft auch, dass ich vielleicht mal über disruptive Veränderungen nachdenken muss und dass man vielleicht traditionelle chemische oder medikamente basierte Lösungen durch natürliche Lösungen ersetze oder ergänze.
00:26:56: Und dann kommen wir genau zur spannenden Frage Ja, aber das ganze System arbeitet gegen diese Veränderung.
00:27:03: Also zumindest die industrielle Standardisierung arbeitet an der Stelle dagegen.
00:27:08: Das fällt auch noch mal ein ganz gutes Stichwort.
00:27:10: du kommst ja aus dem Bereich der Veränderungen sozusagen.
00:27:14: Du hast vorhin erzählt dass du in der Unternehmensberatung tätig warst.
00:27:18: jetzt hast du quasi die Seiten gewechselt in des Unternehmer-Tum oder Was hatte ich vielleicht oder euch auch dazu bewogen tatsächlich irgendwann aus euren
00:27:29: tollen Jobs
00:27:30: auszusteigen und zu sagen, wir verändern uns?
00:27:35: Und Veränderung ist vielleicht auch unser Thema.
00:27:38: Wie kam es dazu?
00:27:40: oder was treibt euch an der Stelle?
00:27:45: Ich gehöre wahrscheinlich zu den Ausnahmen zu den Berühmten.
00:27:49: Man sagt ja unter Psychologen und Hobbywissenschaftlern ganz oft dass der Mensch Veränderungen nicht mag Und dass das ein Phänomenes, was auf sehr viele zutrifft.
00:27:59: Das Veränderungen erst mal eine Bedrohung darstellt, das Veränderungs- und Unsicherheit darstellen.
00:28:04: Das ist ein Gefühl, das mir ein bisschen fremd ist, weil bei mir kommt die Angst wenn die Veränderung weg bleibt.
00:28:09: Also ich brauche Veränder'ung, ich braue Dynamik Ich brauche nach vorne blicken, ich Brauche dieses Momentum Ja?
00:28:15: Und sobald es einfach anfängt langsam zu werden, nehme ich Reis aus!
00:28:18: Und das ist der Punkt wo... sehr schnell gemerkt habe, ich muss Unternehmer werden damit ich dieses Heft in der Hand halte und damit ich selber das Momentum weiter antreiben kann.
00:28:28: Der zweite Punkt ist dass sich die Schwerpunkte setzen möchte also das Thema was ist jetzt wichtig?
00:28:32: Was sind die Themen die wir investieren?
00:28:34: Wir haben auch schon früher in Unternehmen investiert und uns beteiligt die Technologie nutzen um Gesundheit möglich zu machen.
00:28:42: Das ist eigentlich unser Thema wo wir uns auch zusammengefunden haben als Investoren, als Unternehmer.
00:28:49: Wir haben immer diese medizinische Seite, die gesundheitsbetrachtende Seite und von mir kommt immer die Frage wie können wir es technisch lösen?
00:28:55: Was können wir nutzen?
00:28:56: Gibt es Daten?
00:28:57: gibt es Prozesse?
00:28:58: gibt es Technologie die irgendwie hilft das möglich zu machen.
00:29:01: Und diese Kombination ist einfach... Das ist was mich fasziniert.
00:29:06: Das ist etwas was mich morgens aufstehen lässt und dass wir dann eben Julia hat ja vorhin beschrieben über diesen Zufall sozusagen auch an das Thema gekommen sind.
00:29:17: Das war wieder so ein Eye-Opener, wie man so schön sagt.
00:29:19: So einen Moment wo man sagt da kommt wieder alles zusammen.
00:29:23: Da kommen zusammen dass wir etwas ganz grundsätzliches betrachten und systemisches Betrachten was uns die Natur, die Tiere gesündermacht und gesund hält wenn alles gut läuft.
00:29:33: und die Ermöglichung dazu ist wieder Technologie weil am Ende des Tages reden wir hier über eine industrielle Lösung.
00:29:41: Wir müssen ja in die Fläche gehen.
00:29:42: Es nützt uns ja nichts, wenn wir jetzt zu einem Feld rausfahren oder zu einem Stall rausfahren und dann eine Hand Würmer in der Tasche haben wieder hinschmeißen.
00:29:49: Damit haben wir genau gar nicht erreicht.
00:29:52: Was wir brauchen sind die Lösungen, die skalierbar sind damit wir ganze Länder oder Landstriche oder ganze Regionen damit sozusagen verbessern können Und dafür brauchen wir skalierbare Lösungen.
00:30:04: das geht nun mit Technologie.
00:30:08: Ich bin das komplette Gegenteil.
00:30:10: Ich bin ganz furchtbar.
00:30:15: Also ich am liebsten soll, wenn... Ich sag's immer als Beispiel wir haben hier im Garten riesige Bäume stehen und wenn da nur ein Ast abgeschnitten wird du glaubst es ich werde sehen!
00:30:25: Ich sehe es!
00:30:26: Und das ist man ganz furschbar.
00:30:28: Ich bin aber auf der anderen Seite auch extrem stur.
00:30:31: Das heißt wenn mein Thema wirklich für mich wichtig ist und wenn ich dafür brenne dann tue ich dafür alles.
00:30:40: Ich habe immer gesagt, ich möchte gar nicht gründen.
00:30:42: Das ist mir alles viel zuviel und es ist diese Unsicherheit und diese ständige Veränderung und dieses Ständige... also bei uns nennt man das ja Pivotieren für Neudeutsch.
00:30:52: Und das ist überhaupt nicht meins!
00:30:53: Mittlerweile ist es das sechste Unternehmen was ich gegründet habe.
00:30:56: Also scheinbar ist es irgendwie doch meins.
00:30:58: aber ich glaube dass ich eher an meiner Sturheit für etwas zu kämpfen woran ich wirklich glaube und dann so sagen okay ich ziehe das hier durch weil ich glaube, dass das das Richtige ist.
00:31:07: Ganz andere Ecke, aber ja.
00:31:10: Ja ich finde es täglich sehr befreiend hinter der eigenen Überzeugung stehen zu können auch wenn das nicht immer alles so läuft wie man sich das geplant hat.
00:31:16: ne?
00:31:17: Achtzig bis neunzig Prozent laufen irgendwie anders und den Rest beim Rest ersetzen wir irgendwie Planungen durch Irrtum also oder Irrtums durch Planungen... Planungen
00:31:25: was?
00:31:25: Das habe jetzt nicht ganz gehört?
00:31:27: Ja also das sagt man ja, Planungen ist das Ersetzen von Zufall durch Irtum nie andersherum.
00:31:36: ist dieses morgens aufstehen und sagen, okay ich habe eine Mission nicht mir selber ausgesucht habe.
00:31:41: Und hinter der stehe ich doch viel mehr als wenn ich eine Mission habe die mir jemand anderes sozusagen gegeben hat.
00:31:46: Zumindest geht es mir persönlich so
00:31:50: Wir sind schon am Ende angekommen, es geht immer so schnell.
00:31:54: Deshalb habe ich aber trotzdem noch mal eine Frage an jeden von euch sozusagen.
00:31:59: Ihr habt's gerade schon beschrieben der eine Markveränderung und der andere Mark ist nicht.
00:32:04: Vielleicht habt ihr trotzdem einen Tipp für alle die uns zuhören?
00:32:08: Es sind ja auch nicht nur Unternehmerinnen dabei Aber wenn es um Veränderungen geht.
00:32:14: Julia sagt du magst es nicht so, du Klaus magst das sehr.
00:32:19: Habt ihr einen Tipp für die, die uns zuhören?
00:32:21: Wie man sage ich mal mit Veränderung auf die eine oder andere Art und Weise umgehen kann.
00:32:27: Um sich da einen Weg zu finden oder auch das sozusagen in sein Leben oder seinen Arbeitsalltag einzubauen.
00:32:39: Und schön dass wir die beiden Perspektiven haben.
00:32:43: Also ich fang gerne an weil ich glaube dass es wirklich aus der Realität gesprochen ist, bei sich selber bleiben.
00:32:53: Also in dem Moment wo sich Dinge verändern und jetzt habe ich natürlich nicht nur Biomedical Engineering studiert sondern auch Psychologie das habe ich ja manchmal mal weggelassen bei meiner Vorstellung wenn man bei sich selbst bleibt hat man eine hervorragende Chance, mit dieser Veränderung gut umzugehen.
00:33:12: Das heißt ich suche mir ja den Teil aus, den ich verändere und das was sich nicht beeinflussen kann – das wird sowieso passieren!
00:33:22: Da habe ich keine Wahl.
00:33:23: also Ich habe keine Sicherheit über die Dinge, die ich nicht beeinflussen kann.
00:33:30: In dem Moment wo ich etwas beeinflüssen kann, habe ich die Wahl Und diese muss ich mir sehr gut überlegen.
00:33:36: Was möchte ich tun, was möchte ich nicht tun?
00:33:38: Und wenn ich bei mir selber bleibe ist die Veränderung am Ende gar nicht das, was wirklich Angst macht.
00:33:45: Sondern im Zweifel eher man selber, weil man merkt wie mutig man auf einmal ist und was man auf mal alles kann und tut, wenn man sich das immer vor Augen hält.
00:33:56: Danke
00:33:57: Klaus!
00:33:57: Jetzt hast du mir eigentlich meinen Punkt weggenommen.
00:33:59: Weil aus verschiedenen Perspektiven kommen wir doch zum gleichen Ergebnis.
00:34:03: Bei mir lautet, dass jeder immer eine Wahl hat.
00:34:09: Also da kommen wir quasi zu dem gleichen Satz.
00:34:12: Man kennt ja das Phänomen, dass man überwältigt ist und dann in so einer Schockstarre verfällt.
00:34:17: Das ist eben schon mal irgendwie passiert.
00:34:19: und es ist auch ob sich jetzt im Unternehmen oder in der Familie oder in Lebensumständen oder was auch immer Dinge plötzlich verändern, hat man das Gefühl eines Kontrollverlustes mitgesaugt wird.
00:34:30: Und eigentlich gar nicht mehr so richtig mitbestimmt.
00:34:31: und ich glaube da nicht dran, also ich glaube daran dass man immer eine Wahl hat damit zu machen.
00:34:36: und selbst wenn die Veränderung so groß ist das man sie nicht aufhalten kann liegt darin eine Chance und in der Chance liegt wieder die Möglichkeit selber eine Wahl zu treffen.
00:34:47: und solange man sich darauf fokussiert... Also es liegt ein bisschen darauf wo man den Fokus setzt.
00:34:52: setze ich den Fokus auf was es mit mir macht oder setz dich den FOKUS auf das was ich damit machen kann.
00:34:57: Und zweiteres ist mein Rezept oder meinen Vorschlag, sich das auf das zu konzentrieren.
00:35:02: Wo man selber einen Einfluss nehmen kann, wo man selber Entscheidungen treffen kann und dann kann aus einer Veränderung auch Momentum werden was man selber wieder sehr positiv umsetzen kann.
00:35:12: Ja danke!
00:35:13: Das waren noch schöne Schlussworte.
00:35:15: auch lieber Klaus ich dank euch beiden sehr für die sehr persönlichen aber auch sehr spannenden Einblicke in euer Unternehmen.
00:35:26: Ich wünsche euch einfach alles, alles Gute und hoffe dass wir alle ganz bald davon profitieren können.
00:35:33: Nämlich dann wenn ihr hier in der Landwirtschaft Flächendecken einen Unterschied macht.
00:35:39: Danke euch sehr!
00:35:41: Vielen Dank!
00:35:42: Das hoffen wir auch.
00:35:42: vielen herzlichen Dank für die Einladung.
00:35:45: Sehr gerne!
00:35:58: Abonniert uns gerne auf den üblichen Kanälen überall dort wo es Podcasts
00:36:02: gibt.
00:36:03: Lasst euch über neue Folgen informieren!
00:36:06: Danke,
00:36:06: dass ihr euch heute die Zeit genommen habt und wenn ihr mögt hören wir uns mit Elise am Folge wieder.
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